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Bericht: Simon Neumann
Der Cup in Trier ist kaum vorbei, da rühren die Sportskameraden aus dem Ruhrpott schon wieder die Werbetrommel für das nächste Turnierhighlight. Dabei gibt es genug Grund, die Stunden des 22. September noch ein wenig in unseren Gedanken verweilen und Revue passieren zu lassen.
Die vier Sterne, mit denen das Turnier in der Römerstadt dotiert war, hatte sich der vierte Trierer Cup redlich verdient. Bis ins kleinste Detail hatten die Organisatoren aus der Riege der Rummelfoarzer Trier rund um Headi Bobic, den Flitzer und den, der mit dem Ball tanzt den Tag geplant und in die sensationelle Location der Skatehalle im Westen Triers gebracht.
Die Rummelfoarzer waren es auch, die die Teilnehmerliste zahlenmäßig mit großem Abstand zu den Göttingern, Lauterern, Kölnern und weiteren Headies (steht das jetzt eigentlich offiziell im Duden als „Sportler, der den Sport Headis ausführt“?) dominierten. Rund 80 Teilnehmer hatten die Organisatoren zu verzeichnen. 80 hochmotivierte Sportler, die bereit waren, bis zum bitteren Ende um Rum, Ehre und Weltcuppunkte zu kämpfen.
Dass es seitens der in Scharen angereisten Cupanwärter keine Geschenke zu verteilen gab, machten der Trierer Titelverteidiger Headset, Spiff, Voldehead, Marvelous96, Headclash-Gewinner Sniper Schorsch, Kante und auch Weltmeister Heineken schon in der Gruppenphase deutlich. Allesamt qualifizierten sie sich teilweise ohne auch nur einen Satz aus der Hand zu geben (Headset, Heineken, Marvelous96) für die Sechtzehntelfinals und meldeten damit erste Ansprüche auf die begehrte Trophäe, ein Skateboarddeck mit Gravur und dem Logo des Cups, an.
Auch hier blieben die ganz großen Überraschungen aus. Potter verabschiedete sich in zwei Sätzen gegen Mäns aus dem Turnier, Headjack&Nutten musste, vielleicht etwas überraschend, gegen den schwarzen Hai die Segel streichen und der zuletzt stark aufspielende Nosebreaker hatte gegen den haarigen Hu-Bär in einem hart umkämpften Dreisatzspiel das Nachsehen.
Auch eine Runde später war mit den üblichen Verdächtigen zu rechnen. In einem echten Kracher bewies der in der Gruppenphase noch leicht schwächelnde Voldehead gegen Spiff die Nerven und gewann nach einem verlorenen Auftaktsatz noch mit 2:1. In einem Trierer Duell schaltete der mit dem Ball tanzt One Head Wonder ungefährdet in zwei Sätzen aus, Heineken tat es ihm gegen das Lauchgesicht gleich. Auch Titelverteidiger Headset schaffte gegen Rolli problemlos den Sprung ins Viertelfinale.
Was sich dort an den Platten tummelte war nichts weniger als die Creme de la Creme des Headissports. Headset hatte es mit dem Weltmeister höchstselbst zu tun, kämpfte aufopferungsvoll bis zum Schluss, musste sich am Ende dennoch nach zwei verlorenen Sätzen aus dem Turnier verabschieden. Der mit dem Ball tanzt hatte der simplen Serve-and-Volley-Taktik seines Gegners zunächst nichts entgegenzusetzen und verlor den ersten Satz mit 5:11, zeigte aber starke Nerven und taktisches Gespür und holte sich die folgenden Sätze souverän mit 11:2 und 11:3. Für den Kantenmechaniker war gegen Sniper Schorsch nach drei Sätzen Sense. Den ersten Satz konnte sich der Lauterer noch knapp für sich entscheiden, ehe Sniper aufdrehte und den Halbfinaleinzug problemlos eintütete. Marvelous96 bremste Voldehead in zwei Sätzen aus und qualifizierte sich damit für die besten Vier.
Was die Zuschauer in den Halbfinals zu sehen bekamen, war definitiv schon vor dem Finale das Tüpfelchen auf dem i, das Gelbe vom Ei, das einzig Wahre, einfach ganz großes Headis. In einem Wahnsinnsmatch duellierten sich der glänzend aufgelegte Marvelous96 mit Sniper Schorsch, der personifizierten Konstante in der Weltelite. Sniper konnte den ersten Satz knapp mit 13:11 für sich entscheiden, verlor im zweiten Satz gegen einen unermüdlich kämpfenden Marvelous96 jedoch haushoch mit 3:11. Den psychologischen Vorteil konnte letzterer jedoch nicht gewinnbringend nutzen, sodass der Schorsch den letzten Satz knapp mit 11:9 für sich entschied. Der erste Endspielteilnehmer stand also fest. Nun galt es, im Spiel der mit dem Ball tanzt gegen Heineken, seinen Gegner zu ermitteln. Zwar ging es dort letzten Endes nicht ganz so turbulent, jedoch nicht minder spektakulär zu. Ähnlich wie sein Trierer Kollege Headset bot der Balltänzer seinem Kontrahenten bis zum letzten Punkt Paroli und verlor schlussendlich nur knapp mit 9:11 und 10:12 gegen einen Heineken, der seine unglaubliche Form mit einem Finaleinzug ohne einen einzigen Satzverlust untermauerte.
Es war also angerichtet. Headclash-Sieger Sniper Schorsch bekam es im Finale mit Weltmeister Heineken zu tun. Zunächst, gewissermaßen als Vorspiel, machten der mit dem Ball tanzt und Marvelous96 noch im „kleinen Finale“ den dritten Platz unter sich aus. Während der Trierer angepeitscht von seinen frenetisch jubelnden Teamkameraden von Anfang an Gas gab und den ersten Satz klar mit 11:5 zu seinen Gunsten entscheiden konnte, brauchte Marvelous96 offenbar noch ein wenig Zeit, um die Halbfinalniederlage zu verdauen und erkämpfte sich schließlich Satz zwei mit 12:10. Im alles entscheidenden letzten Satz sorgte der Balltänzer schließlich für klare Verhältnisse und verwies den Hannoveraner mit 11:4 in seine Schranken.
Das Finale war zwar nicht ganz so spannend und knapp wie die vorangegangenen drei Spiele, jedoch nicht weniger beeindruckend. Heineken stellte in einem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Spiel eindrucksvoll unter Beweis, dass er den Weltmeistertitel mit absoluter Berechtigung trägt und entschied das Endspiel schließlich humorlos mit 11:7 und 11:6 für sich. Der Göttinger liegt hinter seinem Teamkollegen Spiff nun mit 150 Punkten Rückstand auf Rang 2 der Weltrangliste und konnte seinen Vorsprung vor seinem Finalgegner und 3. in der Weltrangliste auf 90 Punkte ausbauen.
Doch nicht nur bei den Männern ging es in der Skatehalle hoch her. 19 Frauen traten an, um sich fortan als Siegerin des 4. Trierer Headis Cups zu bezeichnen. In den vier Gruppen setzten sich die Favoritinnen Mini Milk, Headinho, Micho und die Triererin Headi Bobics junger Tatapan jeweils als Erste und ohne auch nur einen verlorenen Satz durch. Auf den zweiten Plätzen qualifizierten sich Schmoffkopf, Red Hot Chili Header, Headbrötchens Zwiebel und Pokerhead. Während sich die Triererin Headi Bobics junge Wildsau ebenso wie Mini Milk souverän in zwei Sätzen für das Halbfinale qualifizierte, mussten Micho und Headinho jeweils in die Verlängerung. Micho musste den ersten Satz gegen Headbrötchens Zwiebel verloren geben, ehe sie aufdrehte und Satz zwei und drei mit 11:5 und 11:2 für sich entschied. Headinho wähnte sich nach dem ersten gewonnenen Satz gegen Pokerhead wohl zu sehr in Sicherheit und musste schließlich im dritten Satz mit 11:4 den Sack zu machen.
Im Halbfinale lieferten sich die vier Favoritinnen zwei hochklassige Duelle. Headi Bobics junges Ferkel rang in einem intensiven Spiel Mini Milk mit zweimal 11:9 nieder. Die Triererin untermauerte damit ihre starke Form und stand damit zum fünften Mal in diesem Jahr in einem Finale. Ihre Kontrahentin wurde im Match zwischen Headinho und Micho ermittelt. Nachdem zunächst Micho mit einem lockeren 11:7 Satzgewinn ihre Ansprüche auf den zweiten Finalplatz anmeldete, drehte Headinho in den folgenden Sätzen auf und gewann schließlich im dritten Satz knapp mit 11:9.
Das Spiel um Platz drei entpuppte sich als alles andere als ein „kleines Finale“, mit drei spektakulären Sätzen, in denen die Kontrahentinnen Mini Milk und Micho zweimal in die Verlängerung gingen. Am Ende sicherte sich Mini Milk mit 11:13; 11:7 und 16:14 den dritten Platz.
Weniger turbulent ging es im eigentlichen Finale zu. Headi Bobics junge Pottsau setzte sich in zwei ungefährdeten Sätzen gegen die starke Headinho durch, die zu keinem Zeitpunkt aufsteckte und sich bis zum letzten Punkt nicht mit dem zweiten Platz abgefunden hatte.
Mal wieder blicken wir zurück auf ein unglaublich spektakuläres Headis Turnier in Trier. Eine der jüngsten Trendsportarten Deutschlands zu Gast in Deutschlands ältester Stadt, eine wahnsinnig stylische Location und eine Hammer-Aftershowparty lassen uns wieder einmal feststellen: In Trier gibt’s alle Jahre wieder nicht nur die feuchtesten Bierduschen sondern definitiv immer wieder die beste Stimmung. In diesem Sinne: Rummelfoarzer, Rummelfoarzer, hey, hey!
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