PDF Print E-mail

Die Weltmeisterschaft ist entschieden

   

HEADIS WM Titel gehen beide ins Saarland

"Die Frage der Ehre", um die es bei der diesjährige HEADIS Weltmeisterschaft in Kaiserlautern ging, ist fürs Erste geklärt. Insgesamt 150 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem Ausland waren angereist um den Kampf um die HEADIS Krone mit auszufechten. Von Österreich, über Bayern bis nach Schleswig Holstein kamen die HEADIS- Begeisterten nach Kaiserlautern. Doch wer darauf gehofft hatte, dass der Titel in diesem Jahr in die HEADIS Mutterstadt Kaiserlautern gehen würde, wurde enttäuscht. Sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen konnten sich in spannenden Finals die Saarländer gegen die Erzrivalen aus Kaiserlautern und gegen den Rest der Welt durchsetzten.
Im letzten Jahr noch als Weltmeister gefeiert, hatte Vorjahressieger Felix Weins bei der Titelvergabe in diesem Jahr nicht mitzureden. Er scheiterte bereits im 16. Finale an seinen Nerven und schied gegen den Lauterer Christian Classen (Vendetto) aus. Auch für Erfinder René Wegner (Headi Potter) war nach dem Achtelfinale Schluß. In einem fast vorgezogenen Finale wurde er knapp in 3 Sätzen vom Vizeweltmeister Johannes Höhn (Don Heado Corleone) aus dem Rennen geköpft. Für die Zuschauer hat sich dennoch die Anreise gelohnt. Ab dem Achtelfinale sahen die Fans HEADIS auf höchstem Niveau mit unglaublichen Ballwechseln.

HEADIS Weltmeisterin kommt von HEADIS United Saarbrücken
Die gebürtige Saarbrückerin und Studentin an der Uni Saarbrücken ging bereits als Favoritin ins Rennen. Maxi Lichtenhagen (Schorey) zeigte schon in der Vorrunde ihre Klasse und steigerte sich von Spiel zu Spiel. Im Finale traf sie dann auf Verena Kullack (Hoshi). Die Physiotherapeutin aus Kaiserlauten war ebenfalls durch starkes HEADIS in den Spielen zuvor aufgefallen. Im Finale war sie jedoch auf „Shoreys“ druckvolles und plaziertes Spiel nicht eingestellt. Platz drei ging ebenfalls nach Saabrücken. Nathalie Hochscheid gewann das kleine Finale gegen Lucienne Günster, ebenfalls eine Lauterin.

Marvin Löscher mit unglaublicher
Präzision
Die Sensation ereignete sich schon im Halbfinale. Marvin Löscher alias "96", der an diesem Wochenende sein allererstes HEADIS-Turnier spielte, zerstörte dem Favoriten Don Heado Corleone die Titelträume und schlug ihn in drei Sätzen. Satz eins und drei entschied der erst 22 Jährige mit 11:5 und11:4 souverän für sich. Nur den zweiten Satz gab er mit 8:11 ab. Sicheres, plaziertes, druckvolles und elegantes HEADIS vom saarbrücker Sportstudenten Löcher, der urprünglich aus Niedersachsen kommt,  brachten den Vizeweltmeister des vergangenen Jahres teilweise zur Verzweiflung.
 

Im Finale sahen die Zuschauer dann ein Spiel der Superlative. Der völlig unbekannte Marvin gegen den Lauterer Robert Lui (King Lui). Beide zeigten HEADIS auf höchstem Niveau und schenkten sich nichts. Der erste Satz ging auch an den Lauterer.


Doch im zweiten Satz behielt Löscher die Nerven und glich mit der Unterstützung der mitgereisten Saarbrücker Fans einen 10:8 Rückstand noch mal aus und gewann Durchgang zwei. Im dritten Satz konnte er sich dann schnell absetzten und mit einem fulminanten Schlußpunkt mit 11:5 das Finale für sich entscheiden. Damit kommt auch im zweiten Jahr hintereinander der Sieger aus Saarbrücken. „Er ist ein würdiger Weltmeister, ich gratuliere ihm ganz herzlich zum Titel “ so der enttrohnte Sieger aus dem Vorjahr Fefe the Gripper zu Marvin Löschers Leistung. Dritter wurde Don Heado Corleone aus Köln, der sich sichtlich angeschlagen, knapp gegen den Saarbrücker Florian Readler (Headback) durchsetzte.